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Racehorse 'Ringer' Fraud

08 May 2008, 08:52 by Nathalie Bull

Labels: equine-law, horse, law, racing, scam, tribunal

In the recent case concerning Robert Tierney a farrier, and his son Richard Tierney an amateur jockey, one of the biggest racing scams was proved.  In this case a horse was put into two races to impersonate another horse, in breach of Regulation 161(v) of the Jockey Club Regulations for Point-to-Point Steeple Chases.  The tribunal panel stated: "Running a ringer strikes at the very heart of the integrity of the sport".  The tribunal disqualified Robert Tierney from participating in the sport for 6 years.  As Richard Tierney was only 17 years old at the time of the scam and had acted under the influence of his father, the tribunal disqualified him for 2 years.

A full report of this case can be found in Volume 13, Issue 2 of ‘Horse Law'.

Written by Nathalie Bull, Barrister at New Walk Chambers, specialising in Equine Law.

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Postgraduate Open Evening - 21st May 2008

07 May 2008, 09:56 by David Monk

Labels: degree, employment, law, leicester, postgraduate, university

We are pleased to welcome back the University of Leicester School of Law!

New Walk Chambers has again been chosen as the venue for the Postgraduate Open Evening, which will take place on 21st May 2008. After a Reception at 5.30, there will be presentations and the opportunity to consult individually with staff from the School of Law.

The Open Evening will be of interest to anyone considering postgraduate study of law, whether it be the Distance Learning LLM in Employment Law, which is my particular interest, or any of the other programmes available. For full details of Postgraduate Study at the University of Leicester, please visit http://www.le.ac.uk/law/pg/

If you wonder how your ambition to achieve a postgraduate degree can fit in with a busy professional life, then please join us on 21st May to find out more.

Written by David Monk, Barrister at New Walk Chambers, specialising in Employment Law.

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Die zweite Woche

29 Feb 2008, 11:33 by John Snell

Labels: barristers, germany, intern, law, legal-profession

  Anfang der Woche bekam ich sehr zu meiner Freude erstmals einen Fall mit, in dem es um Vertragsrecht ging. Der Termin verlief dann jedoch voellig anders, als ich erwartet hatte. Der Klaeger hatte naemlich (angesichts seiner bevorstehenden Auswanderung nach Zypern) genug von dem Rechtsstreit, der sich bereits fast ein Jahr hingezogen hatte und war deshalb bereit, dem Beklagten bei der Hoehe des geforderten Schadensersatzes entgegenzukommen, wenn dieser die Verletzung seiner vertraglichen Pflichten nicht laenger bestreiten und seinen counterclaim zurueckziehen wuerde. So kam es, dass ich anstelle einer langen Verhandlung nur einen fuenfminuetigen Termin, bei dem die barrister dem Richter die kurz zuvor auf dem Gerichtsflur erzielte Einigung vorlegten, mitbekam.

Zu erwaehnen waere noch, dass der barrister des Beklagten Deutscher war. Ich finde es bemerkenswert, dass man einen Beruf, bei dem es so sehr auf rhetorische Faehigkeiten ankommt, auch als Nichtmuttersprachler erfolgreich ausueben kann.

Gestern war ich dann erstmals ausserhalb von Leicester unterwegs: Ich begleitete einen barrister von New Walk Chambers zu einem Termin am Nottingham County Court. Es ging um einen Verkehrsunfall, ueber dessen Zustandekommen drei verschiedene Versionen vorgetragen wurden. Der Zeuge des Klaegers, der zum Zeitpunkt des Unfalls sein Beifahrer gewesen war, bestaetigte wenig ueberraschend dessen Darstellung des Geschehens. Der Zeuge des Beklagten hingegen wich in seiner Version erheblich von der des Beklagten ab, was letzteren natuerlich nicht gerade glaubwuerdig erscheinen liess. Hinzu kam, dass der Klaeger und sein Zeuge ihre Darstellung wesentlich praeziser vortrugen und auf die Fragen im Kreuzverhoer mit mehr Nachdruck und Bestimmtheit antworteten. Der Richter entschied daher verstaendlicherweise zugunsten des Klaegers.

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My second week at Chambers

28 Feb 2008, 17:20 by John Snell

Labels: barristers, blog, english, germany, intern, law, legal-profession, nottingham, student, university

  My second week began with a contract case in the Leicester County Court. I had read through the papers before and expected a controversial argument on breach and damage.

However, things developed in a way which is quite typical for the English legal system:  The barristers started to negotiate the amount of damages on the court floors and eventually the case was settled "last minute", i.e. just before the parties were supposed to enter the courtroom. So, instead of determining which of the party had actually been in breach of the contract, the judge then only had to approve of the agreement to which the parties had come.

Interestingly enough the barrister of the other party originally came from Germany. I found it remarkable that it is actually possible to practice law successfully as a foreigner.

Yesterday I got to observe a case in the Nottingham County Court dealing with a car accident. The parties gave two completely different versions of the event. The claimant's witness who had been his passenger when the accident happened described it in the same way as the former. The defendant's witness surprisingly did not confirm the defendant's statement but introduced a third version of the accident. Therefore, the judge finally decided in favour of the claimant.

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Ein Jury-Trial

22 Feb 2008, 14:44 by John Snell

Labels: barristers, blog, germany, intern, law, legal-profession, student, university

Gestern morgen war ich wieder beim County Court - diesmal ging es um einen Personenschaden. Ein kleiner Junge war bei einem Autounfall verletzt worden und seine Eltern verlangten nun Schadensersatz und Schmerzensgeld. Die solicitors beider Parteien hatten sich zwar schon vorab auf eine Summe geeinigt, allerdings musste diese nun noch von einem Richter abgesegnet werden, weil im Namen eines Kindes geklagt wurde. In England darf der Klaeger in solchen Faellen nicht selbst ueber die Hoehe seiner Forderung entscheiden. Auch wird das Geld nicht sofort ausgezahlt, sondern angelegt und kann nur in Ausnahmefaellen (beispielsweise zu Ausbildungszwecken) vor dem 18. Geburtstag des Kindes  ganz oder teilweise ausgezahlt werden.

Danach fragte mich der Barrister, den ich zum Gericht begleitet hatte, ob ich mir noch eine Strafsache im benachbarten Crown Court anhoeren wollte.  Er half mir dann, eine interessante Verhandlung zu finden. Es ging um einen Fall von Einbruchdiebstahl. Als ich den Gerichtssaal betrat, wurde gerade die Jury eingeschworen.

Fuer mich als Deutsche war das natuerlich sehr spektakulaer - Jury Trials kennt man ja sonst nur aus amerikanischen Filmen. Die Anhoerung der Zeugen erwies sich dann allerdings als etwas langatmig. Der erste Zeuge (ein Taxifahrer, der fuer das Unternehmen arbeitete, auf dessen Gelaende der Einbruchsdiebstahl begangen worden war) litt unter einer Lernbehinderung, weshalb er Schwierigkeiten hatte, die Fragen des Staatsanwalts, der Verteidigerin und des Richters zu verstehen. Der zweite Zeuge war zwar eloquenter, allerdings verlief auch seine Befragung schleppend, da er die Richtigkeit der Darstellung des Betriebsgelaendes auf einer Karte, die den Juroren zuvor ausgehaendigt worden war, bezweifelte. Dies fuehrte zu langen Diskussionen mit dem Richter und der Verteidigerin. Am Ende seiner Befragung waren seit Beginn des Termins bereits mehr als zwei Stunden vergangen, und ich hatte nicht den Eindruck, als waeren wir der Wahrheit naeher gekommen. Da noch weitere Zeugen angehoert werden sollten, beschloss ich die Verhandlung zu verlassen.

Alles in allem hat konnte ich mir jedoch einen guten Eindruck vom Ablauf eines Strafprozesses in England verschaffen, der sich (nicht nur wegen des Jury Systems) deutlich von dem in Deutschland unterscheidet.  Waehrend bei uns trotz bestimmter Formen und Rituale die Verhandlung ja eher in Dialogform stattfindet, hatte ich hier phasenweise den Eindruck, mich im Theater zu befinden. (nicht nur wegen der Perruecken und der etwas gewoehnungsbeduerftigen Farben der Robe des Richters J ) Man merkte deutlich, dass sich die Form des Englischen Strafprozesses noch sehr stark an die Tradition vergangener Jahrhunderte anlehnt.

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